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Jahresausstellung der Kikusch: Künstlerische Stadtgeschichte

Ein kunstvolles Walldorfer Kreuz ist aus einer Kunstbox entstanden (Foto: Kikusch)

„Ausgerechnet in Walldorfs großem Jubiläumsjahr kann die Kinder- und Jugendkunstschule Kikusch nicht wie geplant ihr Geburtstagsgeschenk für die Stadt in Form einer Ausstellung im Rathaus Walldorf überreichen“, bedauert Kikusch-Leiterin Elisabeth Kamps.

Die Ausstellung „Stadtgeschichten“ sollte Werke von Kindern und Jugendlichen zeigen, die sich thematisch mit der Geschichte Walldorfs und dem alltäglichen Leben in der Stadt befassen. Das Coronavirus brachte auch diese Pläne durcheinander, doch das Kikusch-Team bewies auch in dieser besonderen Situation Kreativität und präsentiert die Werke junger Talente ab 25. Juni in Walldorfer Geschäften, in Schaufenstern, an öffentlich zugänglichen Orten und an der Glasfront des Alten Schulhauses, in dem das Jump und die Kikusch ihr Domizil haben.

In den Jahreskursen der Kunstschule wollten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Dozentinnen und Dozenten ihre Ideen für Walldorf künstlerisch umsetzen und fleißig für die Ausstellung arbeiten. Da coronabedingt seit März keine Kunstkurse mehr möglich waren, die Kikusch aber trotzdem den Stadtgeburtstag feiern wollte, wurde die Idee einer Kikusch-Kunstbox entwickelt. Alle Schülerinnen und Schüler konnten sich für eine kostenfreie Kunstbox anmelden und diese vor den Pfingstferien abholen.

 

„Über siebzig Kinder haben sich gemeldet und bekamen ihre persönliche Kunstbox gerichtet“, freuen sich Elisabeth Kamps und ihr Team. In jede Box wurden altersgerechtes Material und eine kleine Anleitung zu Technik und Ideen rund um Walldorf gesteckt. Es sollte auch viel Raum für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten bleiben. So findet man in der Box für die Kleineren Luftpolsterfolie, Wellpappe, eine Farbwalze, Wachsstifte, viel Flüssigfarbe in Tütchen abgefüllt und Moosgummi, um selbst Stempel herzustellen. In einer weiteren Box befindet sich Kreppband, Kleisterpulver, Farbe, Draht und die Anleitung, wie aus Zeitungspapier und weiterem häuslichen Abfall eine Skulptur entstehen kann. Angelehnt an Walldorfs Störche können so schräge Vögel, verrückte Kreaturen oder unbekannte Flugobjekte entstehen. Sechs verschiedene Ideenbereiche wurden sorgfältig von Elisabeth Kamps und ihrer Mitarbeiterin Roberta Pfingsten in kleine Kartons und Tüten gepackt und mit Namen versehen. Die Ergebnisse werden nun zurückgebracht und anschließend in Geschäften, Schaufenstern, an der Kikusch-Glasfront und an öffentlich zugänglichen Orten ausgestellt. So kann jeder beim Schlendern durch die Stadt zu jeder Zeit hier und da ein Kikusch-Kunstwerk entdecken. Auch für die beteiligten Kinder wird es spannend, das eigene Werk in der Stadt zu suchen.

Ausstellung „Stadtgeschichten“
ab Donnerstag, 25. Juni
in Geschäften, Schaufenstern und an öffentlich zugänglichen Orten